Gruppeneinteilung

Die Einteilung beim Slalom

Zuerst gibt es unteschiedliche Gruppeneinteilung beim Clubslalom und beim DMSB-/Rennslalom. Wir beginnen mit dem Clubslalom:

CLUBSLALOM

Da der Clubslalom regional vom ADAC betreut wird, gibt es zwischen den einzelnen Gauen noch unterschiedliche Reglements, die auch unterschiedliche Gruppeneinteilungen vorsehen. Dies soll in den nächsten jahren nach und nach vereinheitlich werden. Dabei wird das Schleswig-Holsteinische Reglement für alle anderen Gau als Vorlage dienen. Dieses gilt inzwischen für die meisten der Gau. Daher betrachten wir auch deren Einteilung:

Klasse 1

In der Klasse 1 sind nur Einsteiger startberechtigt. Einsteiger kann man max. zwei Jahre sein. Spätestens dann muss man sich eine andere Klasse suchen.
Starten kann hier jeder Führerscheinbesitzer mit seinem nach StVZO zulassungsfähigen oder zugelassen Fahrzeug. Eingeteilt ist diese Klasse in zwei Leistungsgewichtklassen:
Die 1a für alle Fahrzeuge mit einem Leistungsgewicht (Gewicht in kg. / Leistung in kW) über 15 (z.B. 1.100 kg / 55 kW = LG von 20).
Die 1b ist für alle Fahrzeuge mit einem Leistungsgeicht unter 15 (z.B.: 1.100 kg / 110 kW = LG v. 10)

Klasse 2

In der Klasse 2 sind alle Fahrzeuge zugelassen, die nach StVZO zulassungsfähig oder zugelassen sind. Innerhalb der Klasse 2 wird wie folgt unterteilt (ab 2008):

2a = LG größer als 15
2b = LG zwischen 11 und 15
2c = LG kleiner als 11

Klasse 3

Hier ist alles erlaubt. Fehlen z.B. wichtige Unterlagen, welche zum Nachweis der StVZO erforderlich sind, kann immernoch in der Klasse 3 starten. Gedacht ist diese Klasse natürlich für die "Brenner" des Sports.




DMSB-/RENNSLALOM

Stadartmäßig werden drei Gruppen im Slalomsport ausgeschrieben: Die Gruppen G, F2005 und H. Zusätzlich können noch die Gruppen SE und FS ausgeschrieben sein. Hier stellen wir alle fünf vor:

Gruppe G

In der Gruppe G muss das Fahrzeug grundsätzlich im serienmäßigen Zustand sein. Zudem muss das Fahrzeug zugelassen sein oder der StVZO entsprechen, wobei dann ein DMSB-Wagenpass geführt werden muss. Andere Zulassungen, wie rote Nummern oder ausländische Kennzeichen werden nicht anerkannt. Änderungen am Fahrzeug sind nur im geringen Maßen erlaubt.
Eingeteilt wird in der Gruppe G nach dem Leistungsgewicht (Gewicht in Kg / Leistung in kW) wie folgt:

G1 = 0 - 9
G2 = 9 - 11
G3 = 11 - 13
G4 = 13 - 15
G5 = 15 - 18
G6 = 18 - 21
G7 = 21 - ......

Eine Hilfestellung gibt die G-Fahrzeugliste, in der das zu startende Fahrzeug auch umbedingt mit aufgelistet sein muss. Eine nachträgliche Eintragung ist jedoch problemlos beim DMSB möglich.

Zudem kann für breitere Reifen als erlaubt oder für Kotflügelverbreiterungen eine Höherstufung und für den Start auf Straßenreifen eine Tieferstufung (ab 2008 nicht mehr bei DM-Veranstaltungen) erfolgen.

Die Reifen sind freigestellt (also Slicks sind erlaubt), nur die Breite ist auf 7 Zoll begrenzt, es sei denn es sind nach StVZO mehr erlaubt.

Eine Gewichtsänderung ist ebenfalls nur im legetimierten Raum möglich.

Gruppe F2005

Fahrzeuge der Gruppe F2005 müssen wie in der Gruppe G der StVZO entsprechen. Jedoch gibt das Reglement deutlich mehr Änderungen her, solange man es vom TÜV eingetragen bekommt. Anders als in der Gruppe G wird hier jedoch die Klasseneinteilung, die max Radbreite und das Mindestgewicht (ohne Fahrer, während der gesamten Veranstaltung) wie folgt über den Hubraum bestimmt:

...
1150 - 1400 ccm = 740 kg. bei 2Ventilen / Zylinder (815 kg. bei 4V/Z) - Radbreite: max. 8 Zoll
1400 - 1600 ccm = 825 kg. (2V/Z) - 910 kg. (4V/Z) - Radbreite: 9 Zoll
1600 - 2000 ccm = 910 kg. (2V/Z) - 1000 kg. (4V/Z) - Radbreite: 10 Zoll
2000 - 2500 ccm = 1005 kg. (2V/Z) - 1100 kg. (4V/Z) - Radbreite: 11 Zoll
....

Zu beachten ist dabei, dass der unaufgeladene Motor zählt. Bei einem Turbo ist der Hubraum mit 1,7 zu multiplizieren, bei einem G-Lader mit 1,4.

Gruppe H

In der Gruppe H erlaubt ein das Reglement erhebliche Änderungen. Zulassungen sind hier fast ausschließlich nur durch den DMSB-Wagenpass vorhanden, da eine StVZO-Zulassungsfähigkeit nicht Voraussetzung ist. Die Einteilung der Klassen, das Mindestgewicht und die max. Breite der Räder ist wie in der F2005 durch den Hubraum eingeteilt:

1150 - 1300 ccm = 710 kg. - max. Radbreite = 10 Zoll
1300 - 1600 ccm = 760 kg. - max. Radbreite = 11 Zoll
1600 - 2000 ccm = 825 kg. - max. Radbreite = 12 Zoll
2000 - 2500 ccm = 900 kg. - max. Radbreite = 13 Zoll

Zu beachten ist dabei, dass der unaufgeladene Motor zählt. Bei einem Turbo ist der Hubraum mit 1,7 zu multiplizieren, bei einem G-Lader mit 1,4.

Gruppe SE

Die Gruppe SE ist für Slalom Einsteiger gedacht. Die ersten drei Jahre als Einsteiger kann man in dieser Klasse fahren. Auf ein strenges Reglement wurde verzichtet, um es den Einsteiger nicht zu schwiergi zu machen. Das Fahrzeug muss nur den StVZO entsprechen (ähnlich der F2005). Die Gruppe SE wird meist bei den kleineren DMSB-Slaloms und ohne größere Klasseneinteilung ausgeschrieben.

Gruppe FS

Die Gruppe FS ("Freestyle") gibt nur wenige vorgaben. Diese wird meist nur bei Läufen zur dt. Rennslalom Meisterschaft ausgeschrieben. Die meisten Regeln dienen nur der Einhaltung der Sicherheit und der Umweltvorgaben. Sonst ist eigentlich alles erlaubt. Die Einteilung der Klassen erfolgt nach Hubraum, wird aber unterschiedlich nach den Vorgaben des DMSB ausgeschrieben.


WICHTIG

Wichtig für alle Gruppen ist die Bibel des Motorsports: Das DMSB-Handbuch. Ein genaues Lesen und Studieren kann den entscheidenen Vorteil brigen. Die obige Zusammenfassung stellt nur das Grundgerüst des Reglements dar.
Das DMSB-Handbuch erhalten alle Lizenzinhaber kostenfrei. Wer schon vorher das DMSB-Handbuch benötigt, kann es sich für 20,- € beim DMSB bestellen...


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