Unterschiede im Slalomsport

Wie bei den Skifahrern gibt es auch bei den Slalomfahrern drei verschiede Disziplinen, die sich in Ihren Eigenschaften komplett unterscheiden. Statt Slalom, Riesenslalom und Super-G, wie im Skisport heisst es im Automobilslalom Clubslalom, DMSB-Slalom und Rennslalom.

Clubslalom

Der Clubslalom wird von den regionalen ADAC-Vereinen ausgeschrieben, weshalb es auch nur regionale Meisterschaften zu gewinnen gibt. Das reduziert natürlich die Anfahrtswege zu den einzelnen Veranstaltung erheblich und spart Kosten. Auch in den weiteren Eigenschaften ist der Clubslalom vor allem aufs Geldsparen aufgebaut und daher besonders für Einsteiger geeignet.
Die Streckenlänge ist durch den DMSB (Deutscher Motorsport Bund) auf 800 Meter begrenzt, welche meist für "kleinere" Fahrzeuge gebaut werden.
Zum Starten benötigt man keinerlei Lizenz, ein Führerschein reicht aus.
Bei der Klasseneinteilung wird grundsätzlich in drei Gruppen getrennt: Eine für Einsteiger, eine für "normale" Straßenfahrzeuge und eine dritte für echte Rennwagen. Innerhalb dieser Gruppen wird zudem noch nach dem Leistungsgewicht getrennt gewertet (Gewicht in kg / Leistung in kW), so dass ein gerechter Sport möglich ist.

DMSB-Slalom

Der DMSB-Slalom wird wie der Name schon sagt vom DMSB (Deutscher Motorsport Bund) ausgetragen. Die Streckenlänge bewegt sich dabei zwischen 800 und 5.000 Meter. Gefahren wird dabei von regionale Meisterschaften bis hin zu Läufen der Deutschen Meisterschaft.
Zum Starten wird eine DMSB-Lizenz benötigt. Entweder eine Jahreslizenz (nat. DMSB-Lizenz), welche 76,- € Euro für Mitglieder im ADAC / AvD / DMV / ADMV / ACV / VFV / PCD (126,- € für Nicht-Mitglieder) oder eine Tageslizenz zum Preis von je 16,- €. Beantragen kann diese jeder beim jeweiligen Trägerverein oder beim DMSB. Ein Führerschein ist nicht erforderlich. Tageslizenzen gibt es beim jew. Veranstalter.
Nur bei Läufen zur deutschen Automobilslalom Meisterschaft sind Fahrer mit Tageslizenz nicht startberechtigt.
Bei der Klasseneinteilung wird grundsätzlich in drei Gruppen getrennt. Die Gruppe G, welche für Alltagsautos gemacht ist, die Gruppe F2005 für verbesserte Fahrzeuge und die Gruppe H für richtige Brenner. Innerhalb der Gruppe G wird nach Leistungsgewicht gewertet und in der Gruppe F2005 und H nach dem Hubraum.
Oftmals wird zusätzlich noch die Klasse SE ausgeschrieben, in welcher Einsteiger mit straßenzugelassenen PKWs ab 16 Jahren starten dürfen.

Rennslalom

Der Rennslalom ist von der Ausschreibung, Organisation, Streckenlänge, Startberechtigung und Klasseneinteilung das selbe wie der DMSB-Slalom. Jedoch sind hier Streckenlängen unter 4.000 Meter eher die Seltenheit. Zudem sind die Strecken hier deutlich weiter und schneller gesteckt, so dass Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h möglich sind. Zudem wird oftmals die Klasse FS ausgeschrieben, in welcher es keinerlei Beschränkungen mehr gibt und somit die wirklichen Oberbrenner starten dürfen.
Da Rennslaloms meist nur für die deutsche Rennslalom Meisterschaft und die Deutsche Slalom Meisterschaft ausgetragen werden, sind Fahrer mit Tageslizenz seltener zu sehen, da diese für beide Meisterschaften nicht startberechtigt sind.