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Endlich: Björn Dau gewinnt DM-Lauf im Slalom
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09.08.2007 - Flensburger Tageblatt

Das DL-Racing Team aus Großenwiehe war überreif für den ersten deutschen Erfolg. Bei bisher 35 DM-Starts hatte es Björn Dau zwar auf beachtliche 23 Podiumsplätze (davon 20 in den letzten beiden Jahren) gebracht, jedoch sprang bislang nicht ein Sieg dabei heraus. Das änderte sich beim Lauf um die deutsche Rennslalom-Meisterschaft in Ahlhorn. Erstmals stand der 21-Jährige ganz oben auf dem Treppchen.
Schon im April hatte Björn Dau beim Lauf um die norddeutsche Meisterschaft in Ahlhorn seinen ersten Saisonsieg gefeiert. Damit hatte die einstige Angststrecke ihren Schrecken verloren. Nun feierte das Motosport-Team aus Großenwiehe hier sogar seinen größten Erfolg. Dass der erste DM-Sieg im Honda CRX aber gleich so deutlich ausfiel, war schon eine Überraschung. Fast sechs Sekunden betrug der Vorsprung auf die drei BMW, die zuvor die Slalom-DM dominiert hatten.
Um den Erfolg zu komplettieren, gab Bruder Morten Dau alles, um auf Rang fünf ins Ziel zu kommen. Allerdings kam er gleich zwei Mal von der Strecke ab und fiel bis auf Rang elf zurück. Am Tag darauf war es Björn Dau, der einige Fehler machte und sich zwischen den BMW auf Rang drei einordnen musste. Trotzdem aber war es sein 25 Podiumsplatz in der Slalom-DM. Der 18-jährige Morten Dau zeigte diesmal eine starke Leistung und fuhr mit deutlichem Vorsprung auf Rang fünf.
Jetzt geht es in die Sommerpause, bis es in Wunstorf und Bitburg Anfang September weitergeht. Danach stehen nur noch Endläufe an. Es beginnt mit der deutschen Rennslalom-Meisterschaft im Schwarzwald, danach folgt die deutsche Slalom-Meisterschaft bei Frankfurt, und zum Saisonabschluss Mitte Oktober geht es um die norddeutschen Meisterschaften in Höxter.
Einen ersten Titel auf regionaler Ebene gibt es bereits zu vermelden. Nach Morten Dau 2006 stellt das DLR-Team auch 2007 den besten Nachwuchsfahrer in Schleswig-Holstein. Mit Lutz Hagen aus Flensburg steht bereits drei Veranstaltungen vor Saisonende der Sieger fest. Mit seinem blauen VW Golf, mit dem er auch auf der Straße unterwegs ist, verbuchte er gleich in seinem ersten Jahr den Titel.
Auch die Rennen vor dem DM-Erfolg verliefen für das Großenwieher Team recht erfolgreich. Mit einer Ausnahme. In Itzehoe gab es den ersten Komplettausfall, als eine Schraube im Zündverteiler brach. Am folgenden Tag entschied sich das Team dann für die falschen Reifen. So war der zweite Platz von Björn Dau beim Lauf zur norddeutschen Meisterschaft am Ende als Erfolg anzusehen. Sein Bruder sowie sein Vater Thorkild Dau hatten deutlich mehr Probleme und kassierten durch umgefahrene Pylonen zusammen 42 Strafsekunden.
Auf der engen DM-Slalom-Strecke in Kassel hatten Morten und Björn Dau einige Probleme. Mehr als Platz vier hinter den drei BMW in der Klasse schien dieses Mal nicht möglich. Nur einem Ausfall von zwei der drei BMW´s hatte es Björn Dau zu verdanken, dass er Platz zwei eroberte. Aber bei nur 0,7 Sekunden Rückstand schienen die BMW doch nicht so unschlagbar wie befürchtet. Trotzdem reichte es im zweiten Rennen nur zu Platz vier hinter dem BMW-Trio – wenn auch wieder nur mit Zehntel-Rückständen.
Bei den „Heimspielen“ in Eggebek und Husum fuhren die beiden Dau-Brüder bei drei DM-Läufe konstant gut: Drei Mal Platz zwei für älteren Fahrer, drei Mal Rang fünf für den Youngster, der im Training noch von der Piste abgekommen war.
Zum schnellsten und größten Slalom des Jahres in Berlin traf sich Deutschlands Slalom-Elite auf dem ehemaligen US-Militär Flugplatz in Groß Dölln. Mit Geschwindigkeiten bis über 170 km/h fuhr das Großenwieher Duo wieder gute Resultate heraus. Björn Dau stellte sich zwischen die BMW, einmal auf Rang zwei, einmal auf Rang drei. Morten Dau belegte zwei Mal Platz sechs.