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Autorennen auf dem Flugplatz
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18.05.2006 - Norddeutsche Rundschau

Mit laufendem Motor und dem Fuß auf der Kupplung wartete Wilfried Stüben aus Hamburg in seinem Opel Kadett C Coupé, Baujahr 1979, auf das Startzeichen. Mit durchdrehenden Reifen fuhr er durch die Start-Lichtschranke, vorbei an den ersten Pylonen-Toren und um die erste Kurve direkt auf einen ehemaligen Flugzeughangar zu. Dort mit hoher Geschwindigkeit um mehrere Pylonen herum zum nächsten Hangar. Von dort aus zum ersten Hangar zurück und dann durchs Ziel. Der Automobil- und Touring-Club Hamburg (ATC) und der Motorsportclub Hanseat veranstalteten auf dem Flugplatz eine Rennslalom-Meisterschaft über 2400 Meter.
An den Start gingen Fahrer in den Gruppen „Serienfahrzeuge“, „leicht modifizierte Serienfahrzeuge“ sowie getunte Fahrzeuge mit Motor- und Getriebe-Modifikation.
„Wir unterscheiden uns von den illegalen Cruisern, weil wir alle nötigen Auflagen für ein solches Rennen erfüllen“, betonte Branco Kernarcovic aus Itzehoe, an diesem Tag für die Organisation am Hungrigen Wolf zuständig. Hauptkriterium: Die Autos müssen für den Rennbetrieb zugelassen sein. Sicherheit wird daher groß geschrieben: „Vor dem Start werden alle Fahrzeuge von dem Technischen Obmann Hermann Heitmann überprüft und abgenommen“, erklärte ATC-Vorsitzender Rolf Bauer.
„Es bringt Spaß mit meinem Opel die Grenzen auszutesten“, erzählte Stüben, der wie 70 weitere Sport- und Tuningbegeisterte auf dem Hungrigen Wolf Gas gab.
Aber nicht nur Führerscheinbesitzer sondern auch Jugendliche durften ihre Fahrkünste schon einmal unter Beweis stellen. Der 16-jährige Morten Dau aus Großenwiehe etwa brauste mit dem Fiat Punto seines Bruders an den Hindernissen auf dem Flugplatz vorbei.
„Morten kann nach seinem ‚Youngster-Cup‘ gut fahren, deswegen habe ich auch keine Angst um meinen Wagen“, sagte Björn Dau (20), der anschließend in einem getunten Honda CRX gegen seinen Bruder antrat. „Es bringt einfach eine Menge Spaß am Limit zu fahren und nebenbei noch kleinere Aufgaben zu erfüllen“, ergänzte der Tuningfan, der zirka 30 Veranstaltungen im Jahr wahrnimmt.
Das nächste Training am Hungrigen Wolf findet Mitte Juni statt.